Datenschutz

Warum „Freie Messenger“ fördern anstatt z.B. „WhatsApp“ dulden?

Grund 5: Datenschutzrechtliche Interessen

Verstöße gegen den Datenschutz werden bei freien Messengern minimiert:

  • Jeder Nutzer entscheidet selbst, ob und welche Kontakte hergestellt werden

  • Kein Datendiebstahl (Auslesen von Adressbüchern/Kontakten)

  • Keine unerwünschte Übertragung von Daten ohne ausdrückliche Zustimmung des Nutzers. Im Adressbuch sind oft interne oder vertrauenswürdige Nummern gespeichert - teilweise sogar Geheimnummern, die NICHT an externe Stellen gelangen dürfen.

  • Es ist dem Inhaber der Daten nicht möglich zu verhindern, dass diese ohne sein Wissen von externen Stellen gesammelt werden. WhatsApp schiebt die Verantwortung per AGB auf den Nutzer, da dieser die eigentliche Weiterleitung freigibt.


Exkurs: „Privacy Friendly Apps“:

Viele und insbesondere kostenlose Apps (auch WhatsApp) verlangen bei der Installation auf dem Smartphone eine Reihe von Berechtigungen, die für ihre Funktionalität nicht notwendig sind. Ob und wann dies zu einer Verletzung der Privatsphäre führt, ist für Nutzerinnen und Nutzer nicht ersichtlich. Dies ist besonders kritisch bei Android-Geräten. Hier können Berechtigungen derzeit nicht einzeln sondern nur in „Berechtigungsgruppen“ verweigert werden. Die App wird entweder mit all den geforderten Berechtigungen installiert, oder die Installation kann nicht zu Ende geführt werden. Hier setzen die Privacy Friendly Apps an.
Quelle: https://www.secuso.informatik.tu-darmstadt.de/de/secuso/forschung/ergebnisse/privacy-friendly-apps/